Mit Open Source Software Geldverdienen
Durch die strengen Lizenzbedingungen ist es nur schwer möglich, mit der Software selbst Geld zu verdienen. Ein Beispiel kann ich Ihnen aber anbieten, Opensource DVD zurzeit mit 570 Programme für Windows und es werden sicher mit der Zeit mehr. Dennoch gibt es zahlreiche andere Möglichkeiten, wie es trotzdem funktionieren kann. Es haben sich die folgenden Geschäftsmodelle erfolgreich etabliert.
Beratung
Viele Unternehmen scheuen sich, Open-Source Programme einzusetzen, weil sie sich in der Szene nicht auskennen und nicht wissen, was für Tools es gibt. Hier setzt der Open-Source Berater an. Er unterstützt die Unternehmen bei der Einführung und Auswahl einer OSS Lösung, erstellt zuvor Bedarfsanalysen und Machbarkeitsstudien bis zu Konzepten mit unterschiedlichem Detailgrad. Die Hauptaufgaben des Beraters sind Systemintegration, Consulting und Realisierung. Zur Beratung zählen auch das Anbieten von Workshops für potenzielle Nutzer und Schulungen für Anwender und Entwickler.
Integration und Partnergeschäft
Ein weiteres Dienstleistungsmodell ist die Integration von OSS Lösungen in einem Unternehmen oder einer öffentlichen Verwaltung. Das Modell unterscheidet sich kaum von dem der kommerziellen Software mit dem Unterschied, dass es hier keinen Herstellerbezug gibt. Der Integrator übernimmt die Installation einer Software, die insbesondere bei komplexen Umgebungen umfangreich ist. Die Arbeiten des Integrators können sich auf einzelne Komponenten beziehen, die Aktualisierung bestehender Systeme, das Einspielen von Fehlerbehebungen (Patches) oder die Vollinstallation einer gesamten Infrastruktur. Der Installationsprozess wird dabei gründlich dokumentiert, um eine effiziente Übergabe an andere Bearbeiter zu ermöglichen. Übernommen werden können bei diesem Modell auch der Support und die Wartung der Software.
Entwicklung und Distribution
Eine Open-Source Software passt nicht immer hundertprozentig zu den Bedürfnissen des Kunden. Um Virtualisierungssoftware„XenSource". Entwickler stellen bei diesem Modell die Software im Internet für Benutzer zur Verfügung. Die Benutzer können dann selbst nach Software suchen, diese testen und einsetzen. Auch eigenständige Komplettpakete werden von Distributoren via Download per Internet oder CD-ROM-Versand angeboten. Der Gewinn ergibt sich aus der Entwicklung, Vermarktung, dem Vertrieb und Support der Distribution. RedHat und SuSE/Novell sind die bekanntesten Vertreter dieses Geschäftsansatzes.
Mediator
Ein so genannter Mediator (Vermittler) bringt verschiedene Interessengruppen im Umfeld von Open Source über einen Marktplatz für Entwickler, Nutzer, Dienstleister und Werbetreibende zusammen. Der bekannteste OSS-Mediator ist Sourceforge, der eine technische Infrastruktur zur Verfügung stellt, mit der Entwickler Software schreiben, ablegen, verwalten, kompilieren und über die Entwickler miteinander kommunizieren können. Einnahmequellen der Mediatoren sind der Verkauf von Bannern an Werbetreibende, Erlöse aus dem Vertrieb evtl. Commerce Produkte (Bücher, Datenträger) und Einnahmen durch die OSS-Dienstleister.
Dual Licensing
Firmen mit einem Dual-Licencing Geschäftsmodell (gemischte Lizenzierung) vertreiben dieselbe Software unter zwei verschiedenen Lizenzen, unter einer Open-Source Lizenz und unter einem kommerziellen Lizenzmodell.