Chrome, der große Mitstreiter im Kampf um den Browserthron, macht eine gute Figur. Er ist nicht nur optisch schlank, sondern auch technisch. Der Browser bietet daher eine sehr hohe Geschwindigkeit beim Surfen. Dennoch werden seine Features davon nicht beeinflusst und so bietet der Browser von Google alle Funktionen, die ein Browser heutzutage haben sollte. Dazu zählen selbstverständlich Tabbed Browsing und der Privat-Modus. Interessant ist insbesondere die „intelligente“ Suchleiste, die nicht nur als Eingabeleiste für URLs dient, sondern auch für Suchbegriffe, die direkt und automatisch beim bevorzugten Suchanbieter eingegeben werden.
Google Chrome gilt als besonders stabiler Browser. Das liegt unter anderem daran, dass jeder Tab und jedes Plugin als eigenständiger Prozess läuft. Stürzt eine Webseite ab, ist nur der jeweilige Tab betroffen und nicht der komplette Browser.
Geschwindigkeit:
Zwar sehen Webseiten in den Browsern zumeist gleich aus, doch bei der Geschwindigkeit des Aufrufs gibt es große Unterschiede. Speziell JavaScript-Inhalte, die häufig auf modernen Internetseiten eingesetzt werden, zeigt der Chrome um ein vielfaches schneller als Microsofts Internet Explorer an, unabhängig von der Bandbreite, die der Internet-Anbieter zur Verfügung stellt.
Die nächste Browsergeneration wird zur Beschleunigung auf den leistungsfähigen Prozessor der Grafikkarte zurückgreifen. Webseiten lassen sich dann noch schneller darstellen. Wer möchte, kann mit Chrome schon jetzt die Grafikbeschleunigung testen.
Um die GPU-Beschleunigung zu aktivieren und zur Webseitendarstellung den Grafikprozessor mit zu nutzen, muss Chrome mit einem speziellen Parameter gestartet werden. Hierzu mit der rechten Maustaste auf die Chrome-Verknüpfung klicken und den Befehl “Eigenschaften” aufrufen. Im Register “Verknüpfung” ans Ende der Zeile “Ziel” durch Leerzeichen getrennt den folgenden Parameter ergänzen: -enable-accelerated-compositing
Jetzt wird Chrome beim Rendern von Webseiten vom Prozessor der Grafikkarte unterstützt. Wie das technisch funktioniert, wird auf der Chrome-Projektseite beschrieben: Chromium
Sicherheit:
Google hat wie geplant die Final von Chrome 7 zum Download bereitgestellt. Das Release behebt elf Sicherheitslücken sowie hunderte Fehler, bringt aber sonst nur wenige Neuerungen. Chrome 7 enthält eine aktualisierte Version des HTML5-Parser. Neu ist auch das HTML5 File Application Programming Interface (File-API). Es ermöglicht webbasierten Programmen, auf lokal gespeicherte Dateien zuzugreifen.
Zudem unterstützt Chrome 7 den Upload ganzer Verzeichnisse. Unter Mac OS X steht Nutzern nun AppleScript zur Automatisierung, Erweiterung und Fernsteuerung von Mac-OS-Anwendungen zur Verfügung. Die Cookie-Verwaltung des Browsers haben die Entwickler ebenfalls überarbeitet. Das Risiko, das von vier der elf beseitigten Schwachstellen ausgeht, stuft Google als "hoch" ein. Dazu gehören Abstürze bei der Verarbeitung von Formularen, eine Lücke, die sich möglicherweise für URL-Spoofing ausnutzen lässt und ein Problem beim Umgang mit animierten GIF-Dateien, das zu Speicherfehlern führen kann. Unter Linux wurde ein Problem mit der Sandbox behoben. Chrome 7.0.517.41 kann ab sofort für Windows, Mac OS X und Linux heruntergeladen werden. Nutzer, die den Browser verwenden, erhalten die neue Version über die automatische Update-Funktion.Chrome
Googles Browser Chrome hat den Markt ordentlich durcheinander gewirbelt. Mit 55,11 Prozent ist Internet Explorer zwar noch auf Platz Eins, sank im April allerdings um 0,8 Prozent. Firefox hält mit einem Verlust von 0,2 Prozent nun 21,63 Prozent des Marktes. Dies entspricht dem Marktanteil von Ende 2008.
Safari mit neuem Rekordanteil.
Chrome kletterte um 0,4 Prozent auf 11,94 Prozent und Apples Safari steht mit einem Anstieg von 0,5 Prozent bei einem neuen Rekord-Anteil von 7,2 Prozent. Mit 2,1 Prozent befindet sich Opera auf Platz fünf im Browser-Ranking.
Firefox 4 und IE9
Obgleich Internet Explorer und Firefox insgesamt Marktanteile einbüßen mussten, legten die neuesten Versionen Firefox 4 und IE9 zu. Seit der Veröffentlichung des Updates Firefox 4 Mitte April weist der Mozilla Browser mit 4,53 Prozentpunkten einen doppelt so hohen Marktanteil wie IE9 auf. Internet Explorer 9 klettert mit einem Plus von 1,4 Prozent auf derzeit 2,4 Prozent. Link
Fazit:
Googles Web-Browser Chrome begeistert mit einem extrem schnellen Webseitenaufbau, einem schlanken Design und einfallsreichen Funktionen. Die Datenschützer üben allerdings auch Kritik, etwa wegen der Erstellung einer eindeutigen Nutzer-ID oder der Übermittlung von Eingaben an Google zur Generierung von Suchvorschlägen. Inzwischen hat Google immer mehr den Ruf einer Datenkrake,vielleicht nicht ganz zu Unrecht. Denn immerhin weiß Google, was ich mir bei Youtube ansehe, wo ich gerade bin (Google Maps-Ortung, zum Beispiel mittels iPhone), wie mein Haus aussieht (Street View), wer meine Freunde sind (Android-Handys und Kontaktliste in Google Mail), wo ich mich gern im Netz herumtreibe (Google Chrome-Browser), was ich gerne lese (Google eBookstore), und was ich im Web einkaufe (Google Shopping-Suche).
Das Sammeln anonymer Daten, dazu zählt auch meine IP-Adresse, sehe ich nicht als großes Problem, schließlich sind es nicht Mitarbeiter sondern automatische Programme die in Sekundenbruchteilen und völlig anonym die Daten auswerten. Bei aller Kritik sollten wir nicht vergessen wie viele Dienste uns Google kostenlos zur Verfügung stellt die wir jeden Tag nutzen!