Das Linux-basierte System besteht zumindest was die Oberfläche anbelangt eigentlich nur aus einem Browser. Lokale Anwendungen gibt es nicht, statt dessen sollen alle Tätigkeiten mit Web-Apps vorgenommen werden. Einstellungen und Co. werden automatisch synchronisiert, bei einem lokalen Hardwarefehler kann in wenigen Minuten ein neues System eingerichtet werden ohne dass irgendwelche Daten verloren gegangen wären.
Ein weiteres Plus gibt es beim Thema Sicherheit: Hier nutzt ChromeOS das Sandbox-Modell des Browsers um die einzelnen Seiten und Apps von einander abzuschirmen. Auch auf Betriebssystemebene hat man ChromeOS auf verschiedene Weisen geschützt, etwa indem man das eigentliche System-Image signiert und so Manipulationen erkennen kann und in Folge einfach den Ausgangszustand wiederherstellt. Durch den Verzicht auf zahlreiche "Legacy-Technologien" will man auch in anderen Bereichen eine bessere Performance bieten. So hat man etwa die gesamte Boot-Kette radikal vereinfacht, wodurch ein ChromeOS-Notebook von dem Moment des Einschaltens bis zum Login gerade mal acht Sekunden benötigt. Ein klassisches Desktop-System ist da meist nicht einmal noch mit den BIOS-Checks fertig.
Damit ein solches System auch ohne Netzverbindung funktionstüchtig ist, will man sich des HTML5 Local-Storage-Supports bedienen, der ab dem Sommer passenderweise auch gleich von einigen zentralen Google-Anwendungen unterstützt werden soll. Auch einen im Browser integrierten File-Manager hat man zwischenzeitlich geschrieben, bei dem sich Webseiten für einzelne Aufgaben registrieren können. So können dann etwa Bilder von einer SD-Karte direkt auf ein Bildbearbeitungsservice hochgeladen und weiterverarbeitet werden.
Um zirka 20 US-Dollar pro Nutzer(in) monatlich, bekommen diese Hard und Software von Google, dies beinhaltet auch eigene Tools zur zentralen Administration und UserInnen-Verwaltung. Ist ein Gerät defekt, wird es von Google ausgetauscht, bei längeren Verträgen wird dann auch bei Bedarf auf eine neue Hardwaregeneration gewechselt. So richtig ealistisch werde ein Umstieg auf ChromeOS aber erst durch die Partnerschaft mit Unternehmen wie Citrix oder VMware, die Google ebenfalls im Rahmen der I/O verkündet hat. So demonstrierte dann Citrix eine HTML5-Version seines Citrix-Reciever, mit dem sich Windows-Anwendungen direkt im Browser nutzen lassen.